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Bordunzithern |
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Bordunzithern
Hütte im Bambushain
Im Bambusdickicht saß ich ganz allein.
Wang-Wei (698-759); Kurzgedicht |
EinleitungDie Bordunzither ist eine Zither mit einer oder mehreren Bordunsaiten (Begleitsaiten). Eine Zither besteht aus einem Schallkörper und Saiten, die über die ganze Länge des Schallkörpers gespannt sind.
Der Schallkörper kann aus einem Brett oder einem offenen oder
geschlossenen Kasten bestehen. Der Kasten kann aus Holz oder Bambus
gefertigt sein. Die Saiten werden aus Eisen- oder Bronzedraht, Darm,
Nylon, Leinen oder Seide gefertigt.
Es gibt Zithern ohne und mit Bünden (Bundzither). Die Bünde können aus Metalldraht,
Holz oder anderen Materialien gefertigt sein. Manchmal sind die Bünde
direkt auf dem Schallkörper befestigt, andere Instrumente haben ein
Griffbrett (Griffbrettzither) auf dem Schallkörper angebracht; auf diesem Griffbrett befinden sich dann die Bünde. Als Vorläufer der europäischen Bordunzithern vermutet man verschiedene Saiteninstrumente. In einer Handschrift aus St. Gallen von ca. 883 wird König David mit einem 3-saitigen Instrument dargestellt. Dieses erinnert in seiner Form an die späteren Griffbrettzithern . Die rechte Hand hält möglicherweise einen Stimmschlüssel.
Das Psalterium, eine griffbrettlose Rahmenzither, wurde manchmal auf den Oberschenkeln liegend und mit einem Plektrum gespielt.
Das Monochord mit einer Saite oder mehreren gleichklingenden Saiten wurde als Musikinstrument, als Tongeber für den Gesang oder als Theorie-Instrument genutzt.
LiteraturverzeichnisTobias Norlind: Geschichte der Zither.
Hortense Panum:The Stringed Instruments
Of The Middle Ages.
John Henry van der Meer: Zither.
Stefan Hirsch und Katharina Hirsch-Wernet: Zitherformen im frühen und hohen Mittelalter.
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SchlagbordunDer Schlagbordun ist eine Kastenzither. Er wird über die Schulter gelegt und von der linken Hand gehalten. Größere Instrumente werden auf einem Fuß abgelegt. Die Saiten des Schlagbordun werden mit einem Schlegel angeschlagen. Das erzeugt eine rhythmische Bordunbegleitung. Eine Melodie wird damit nicht gespielt. Der Schlagbordun ist unter vielen Namen bekannt: Saitentambourin, Slaghumle (Dänemark), Tambour à cordes (Frankreich), Gardon (Ungarn), Choron, Slaglira (Schweden). Manchmal wird der Schlagbordun mit einem Band umgebunden und zusammen mit der Einhandflöte gespielt: TTUN-TTUN (Baskenland), Chicotén (Portugal), Buttafuoco (Italien).
Noten, Texte und SpielanleitungenMax Ernst: Der grüne Hof in
Ulm. Violet Alford: Some notes on the Pyrenean Stringed Drum. Musik auf TonträgernHarpens
Kraft: Silke. Hedningarna. Muzsikás és Sebestyén Márta:
Szép, hajnali csillag. Seiten im InternetLegerne (Auf den Bildern dieser dänischen Musikgruppe ist eine Slaghumle zu sehen.) zurück zum InhaltsverzeichnisScheitholtDas Scheitholt (Scheidtholtt, Scheitholz) ist eine Bundzither mit 3 oder 4 gleichgestimmten Saiten.
In der Rynkeby Kirke auf der Insel Fyn ist ein Engel mit einem Scheitholt abgebildet. Diese Kalkmalerei stammt aus dem Jahre 1565. Ein Scheitholt aus dem Jahre 1608 befindet sich im Gemeentemuseum in Den Haag. Dieses Instrument hat eine Länge von 84,1 cm und ist aus einem Block geschnitten. Der Boden ist offen. Es hat 1 Melodie- und 2 Bordunsaiten über 18 Bünden. Ein fast baugleiches Scheitholt mit 2 Melodie- und 2 Bordunsaiten hat die Inschrift: Petrus Haerhout gent 1886. 1620 wird ein Scheitholt von Michael Praetorius beschrieben und abgebildet: Michael
Praetorius: Syntagma musicum, Bd. II, Theatrum Instrumentorum. Mette Müller: Der himmlische Lobgesang in Rynkeby. Winfried Goerge: Das Scheitholt. Beschreibung und Bauanleitung eines einfachen Musikinstrumentes nach Michael Praetorius. Ioculatores: Lieder und Tänze des 13. bis 15. Jahrhunderts.
Scheitholt (Michael Mayer beschreibt das Scheitholt
und gibt ein Klangbeispiel.) Roots
of the Appalachian Dulcimer (...von Keith Young. Enthält
eine Abbildung des Scheitholt aus dem Jahre 1608 unter "figure 1".) Scheitholt und frühe Formen der Kratzzither (...im Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig.)
Die Hummel (Hommel, Humle, Hümmelke, Noordsche Balk, Vlier...) ist eine Griffbrettzither mit mehreren Bordunsaiten. Sie ist im nordeuropäischen Kulturraum verbreitet. Hummeln verschiedenster Bauart aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert befinden sich in Museen und in Privatbesitz. Von der Hallig Langeneß stammt eine Hummel aus dem Jahre 1758.
Johann Georg Kohl lernte eine Hommel auf der Insel Föhr kennen und berichtet darüber im Jahre 1846:
Andreas L. J. Michelsen berichtet im Jahre 1876 von der Insel Föhr:
Zwei Hummeln aus Sylt sind noch erhalten.
Über die Hummel schreibt Gadso Weiland im Jahre 1901:
Eine Hummel aus Dithmarschen befindet sich im Landesmuseum in Meldorf. Hummel aus Dithmarschen
Über den Winter auf Vierlandens Höfen berichtet Ernst Finder im Jahre 1922:
In der Landschaft Solling baute und spielte die Familie Hilke eine Hümmelke. Von Erich Kuke wird diese Hümmelke im Jahre 1926 beschrieben:
Gustav Klemm erinnert sich im Jahre 1865: [ ] der alte Erzgebirger hatte sein eigenes Saiteninstrument, die Hummel [ ]
Dem 1821 in Friesland geborenen Waling Dykstra erzählte der Großvater: [ ] dat hier in vroeger jaren een man reisde met een noordsche balk, een speeltuig met snaren, die hij tokkelde met een ganzenpen, terwijl het instrument op zijne knieën rustte. [ ] Het speeltuig, meest gelijkende naar een citer, is een holle doos van 101 cm lang en 8 cm diep, terwijl de grootste breedte 23 cm is. [ ]
Eine große Hummel von 1,15m Länge, als "Bûche des Flandres" bezeichnet, stammt aus dem Jahre 1793.
Eine schwedische Hummel (langspel, langharpa) aus dem Jahre 1701 ist noch erhalten.
Noten, Texte und SpielanleitungenAlexander Pilipczuk: Die Hummeln in Schleswig-Holstein, Vierlanden und Niedersachsen. Hubert Boone: De hommel in de Lage Landen. Michel
Terlinck: Handleiding Bij Het Bespelen Van De Hommel. Gadso Weiland: Die Hummel. Jack
Botermans, Herman Dewit, Hans Goddefroy: Musikinstrumente
selberbauen. Wim Bosmans: Hommel en Zithers. Musik auf Tonträgern
Harpens
Kraft: Silke. Ranarim:
För världen älskar vad som är brokot. Seiten im InternetHummelkurs (Am 5. November 2011 gibt Wilfried Ulrich einen Spielkurs für Hummel in Wallen in Schleswig-Holstein.) Die Hummel (Wilfried Ulrich sammelt, baut und restauriert Hummeln.) Hommeldag in Gooik (... Muziekmozaïek organiseert twee keer per jaar een hommeldag.) In de klaere maene (... Brugse hommelgroep.) vlier.net (... bietet Noten und Informationen über alle Arten der Hummel.) The Hommel (... von Adelheid Rech.) Hummeln (... im Musikmuseet Stockholm; bitte geben Sie im Suchfeld Sök Instrument=hummel ein.) zurück zum Inhaltsverzeichnis
Épinette des VosgesDie Épinette des Vosges stammt aus den Vogesen (Frankreich). Sie ist eine Griffbrettzither mit Melodiesaiten, die an Bünden abgegriffen werden. Sie hat mehrere Bordunsaiten. Die Bauform variiert.
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D 5. Saite = Bordun |

In Ihrer Notensammlung sind möglicherweise Melodien in anderen Dur-Tonarten. Diese können Sie spielen, indem Sie den jeweiligen Grundton auf dem 3. Bund annehmen. Sie spielen z.B. D-Dur ab dem 3. Bund und hören G-Dur.

Moll-Tonarten können Sie spielen, indem Sie den Grundton auf dem 3. Bund annehmen und indem Sie die 2. Melodiesaite mit den entsprechenden Halbtönen (beim Klavier sind das die schwarzen Tasten) nutzen.

Manche traditionellen Musikstücke sind im mixolydischen Modus notiert. Diese können Sie spielen, indem Sie den Grundton auf der offenen Melodiesaite, also dem 0. Bund annehmen.

Mit den oben beschreibenen Methoden habe ich es vermieden, die Zither umzustimmen. Wollen Sie öfter Musikstücke in der jeweiligen Originaltonart spielen, dann empfehle ich ein weiteres Instrument, z.B. den Appalachian Dulcimer.

Épinette
des Vosges
Spielanleitung
Man stellt das Instrument vor sich auf den Tisch. Die Stimmwirbel befinden sich links.
Ich spiele gern im Sitzen. Dazu habe ich mir ein kleines Tischchen gebaut und stelle das Instrument darauf. So kann der Boden der Épinette frei schwingen und es ergibt sich ein voller und lang anhaltender Ton.
Melodiesaiten
Die Melodiesaiten, meistens sind es Doppelsaiten, werden mit den Fingern der linken Hand oder mit dem Druckstab abgegriffen.
Bordunsaiten
Die Bordunsaiten erklingen ständig im gleichen Ton. Sie markieren den Rhythmus und akzentuieren die Melodie.
Plektrum
Das Plektrum (oder eine Gänsefeder) wird mit der rechten Hand gehalten. Man streicht über die Saiten in einer Auf- und Abbewegung.
Druckstab
Der Druckstab ist ein ca. 25 cm langes Stäbchen aus Holz oder Bambus. Man hält ihn in der linken Hand und läßt ihn über die Melodiesaiten gleiten. Dabei wird ein sirrendes Geräusch erzeugt.
Die erste Melodie
Für diesen ersten Versuch brauchen Sie das Instrument nicht zu stimmen, die (Melodie-)Saiten sollten aber gespannt sein. Mit einem Finger der linken Hand drücken Sie auf die vordere Doppelsaite. Die rechte Hand zupft oder streicht mit einem Plektrum über diese Saite. Drücken Sie nacheinander links neben die folgenden Bünde (auf die Räume zwischen den Metallstäbchen):
3333 4444 5673 2340
3333 4444 5673 423
Haben Sie die Melodie erkannt?
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Französische Musiker beim "Bonner Sommer" 1976, mit Drehleier und Épinette des Vosges
Guy-Jean Michel: La bûche à musique: Épinette des
Vosges.
Arts et traditions de la Vallée des Lacs, 1978, Seiten 141-148.
Jean-Loup
Baly und Jean-François Dutertre: L'Épinette des
Vosges.
Methode
Complete. Mougel, 1986.
Répertoire
pour Épinette.
81
partitions et tablatures. 17 airs vosgiens, 24 airs wallons, 40
compositions jouées par Jean-François Dutertre, Patrice
Gilbert, Jacques Leininger, Christophe Toussaint. Répertoire
wallon sélectionné par André Deru. L'Addim de la
Haute-Saone, o.J.
Christophe
Toussaint: Épinette des Vosges.
L'Atout
Vosgien, ca. 1993.
Begleitheft zur gleichnamigen CD.
Les Ménestrels de Gerardmer: Musique d‘Épinette et Chansons des Hautes Vosges.
18
Musikstücke aus der Heimat der Épinette des Vosges gespielt von Véronique Louis (épinette, choeur), René Imbert (accordéon, flûte), Philippe Fondard (guitare, choeur), Marinette Gabrion (épinette, chant), Marie-Claude Leray (accordéon, choeur), Sabine Gegout (épinette, flûte), Jean Grossier (chant), Marie-Thérèse Grossier (épinette, chant). (Forlane, 1980/1994.)
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Épinette
des Vosges. Diese CD enthält 21 Musikstücke, von folgenden Musikern und Musikgruppen auf der Épinette des Vosges gespielt: Les Beuquillons, Pierre Duval et Chantal Regennass-Lepaul, Les Éleves de L`Ecole Intercommunale de Musique, La Gibernotte, Les Hattatôs, Jonquilles et Brimbelles, Les Ménestrels de Gérardmer, Jean Ribouillault, La Soyotte, Christophe Toussaint, Louis Viry und wurde (ca. 1993) herausgegeben von Christophe Toussaint. |
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Jean-François Dutertre: L'Épinette des Vosges. |
Jean-François
Dutertre: Chansons Traditionelles de Normandie.
15
traditionelle Lieder aus der Normandie, gesungen und gespielt von:
Jean-François Dutertre (chant et vielle, épinette
diatonique),
Jean-Loup Baly (chant, accordéon diatonique), Denis Gasser
(guitare), Philippe Gibaux (violon), Yvon Guilcher (chant). (Musique
du Monde, 2002).
Jean-François
Dutertre: Ballades Françaises.
10
traditionelle französische Balladen, gesungen und gespielt von:
Jean-François Dutertre (chant, vielle, épinette),
Jean-Loup Baly (épinette
à archet,
trompe), Jaques Leininger (épinette),
Jaques Mayoud (sanza, balafon, trompe), Michel Sikiotakis (guitare,
tin-whistle, flûte traversière), Jean-François
Vrod (violons, percussions). (ADDA, 1992).
Jean-François
Dutertre: Le Fil des jours.
20 Chants traditionels calendaires, gesungen und gespielt von:
Jean-François Dutertre (chant, vielle à roue, épinette des Vosges), Adel Shams El Din (percussions). (Musique du Monde, 2008).
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Christophe
Toussaint: L`épinette des montagnes bleues. Christophe Toussaint playing his Blue Mountain Dulcimer. 15 traditionelle und neue Kompositionen. Auf seinen Épinettes des Vosges und einer Citera aus der Werkstatt von Tibor Gáts gespielt und gesungen von Christophe Toussaint. (Dureco, 1993). |
Christophe
Toussaint: Épilobe.
19 traditionelle Stücke auf seinen Épinettes des Vosges und einer Autoharp gespielt und gesungen von Christophe Toussaint. (2010).
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France
- L`épinette des Vosges. Jean-François Dutertre, Christophe Toussaint und Jean Ribouillault interpretieren 19 traditionelle und neue Kompositionen auf der Épinette des Vosges. (Ocora-Radio France, 1997. Textheft u.a. in deutscher Sprache.) |
La
Bamboche: La saison des amours.
Jean
Blanchard (chant, violon, cornemuse, accordéon, épinette
des Vosges),
Jacques Boisset (basse, chant, percussions), Bernard Beps Chauchat
(batterie), Evelyne Beline Girardon (chant, vielle à roue),
Daniel Lapin Olivier (guitare, banjo), Bernard Blanc (tinwhistles),
Jean-Luc Bleton (vielle). (Spalax, 1978/1996).
Malicorne:
Quintessence.
Petit
sommaire de leurs plus belles chansons... gespielt von Marie Yacoub
(chant, dulcimer,
vielle à roue, épinette
des Vosges),
Gabriel Yacoub (chant, guitare, dulcimer,
épinette
des Vosges,
mandoloncelle), Laurent Vercambre (chant, violon etc.), Hughes de
Couron (chant, basse, cromorne, percussion), Olivier Zdrzalik (chant,
basse électrique, percussion). (Sony, 1978).
Gentiane:
Musique d`Auvergne.
Jean
Blanchard (chant, accordéon diatonique, violon, mandoline),
Bernard Blanc (cabrette, vielle etc.), Emmanuelle Parrenin (chant,
vielle,
épinette
),
Philippe Fromont (violon, violon alto), Gérard Lavigne (basse
Fender), Denis Gasser (piano, guitare). (MWCD 4013, 1996).
Les Épinettes des Vosges (Umfangreiche Internet-Seite vom Instrumentenbauer, Musiker und Lehrer Christophe Toussaint.)
Épinette des Vosges (Ein Verein, der sich der Épinette des Vosges widmet...)
Als Épinette du Nord werden die Griffbrettzithern aus Nordostfrankreich bezeichnet. Die Instrumente stammen aus dem 20. Jahrhundert.
... in Flandern
Aus Flandern stammt die Épinette flamande. Sie wird mit dem Spielstab (noteur) gespielt.

Épinette d'étude flamande (Bausatz)
... in Cambrai
Die Zithern aus der Gegend um Cambrai haben größere Abmessungen.
Régis Swynghedauw: Guide d'initiation à l'epinette flamande.
(Teugje Bier, 2007.)
Patrick Delaval: L'Epinette du Nord.
(Traces, 1997.)
Teugje Bier (... verschickt einen Bausatz für eine Épinette flamande, mit bebilderter Bauanleitung und Spielanleitung.)
Die Langeleik (langleik, langeleg) hat eine Melodiesaite und drei bis acht Begleitsaiten. Die Bünde sind aus Holz. Die Melodie wird traditionell mit den Fingern der linken Hand abgegriffen.
... in Norwegen in der Telemark
Eine Langeleik aus dem Saetdal aus dem Jahre 1709 ist noch erhalten. In der Telemark ist die Langeleik schmal, lang und ohne Boden. Manche Instrumente sind aus einem Stück Holz geschnitzt.
... in Norwegen im Valdres-Tal
Im Valdres-Tal wird die etwas ausgebauchte Form gebaut und gespielt.
Der englische Reisende William Stanley Jevons schreibt im Jahre 1880 aus Slidre im Valdres-Tal an seine Frau:
[ ] One morning a girl came in and played us a number of tunes on the Langeleg or ancient Norse Zither, some of which were very pretty. [ ]
Beliebt war das Spiel mit Tanzpuppen (Dokkedans), die über eine Schnur mit der rechten Hand verbunden waren und sich mit der Hand im Rhythmus der Musik bewegten.
Kjell Bitustøyl: Langeleiken i Telemark.
In: Årbok for norsk folkemusikk 1995, Seiten 90113.
Elisabeth
Kværne: På langeleik.
Ausführliches
Begleitheft zur gleichnamigen CD in norwegischer Sprache und
englischer Zusammenfassung mit vielen Abbildungen. (1994).
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Gunvor
Hegge: La langeleik. 31 traditionelle norwegische Stücke mit Gunvor Hegge (langeleik), Knut Kjøk (violon), Roger Slåstuen (violon), Jacques Leininger (langeleik). (Radio France, 1999. Begleitheft u.a. in deutscher Sprache.) |
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Elisabeth
Kværne: På langeleik. 29 traditionelle norwegische Stücke mit Elisabeth Kværne (langeleik), Håkon Asheim (hardanger fiddle), Tellef Kvifte (clarinet, flute, organ), Ingar Ranheim (langeleik), Erik Stenstadtvold (lute, guitar). (Heilo 1985,1994). |
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Levande Langeleik. 27 traditionelle norwegische Stücke mit Gunvor, Kari und Oddrun Hegge, Bjørg, Marit und Kari Steinsrud und Johanna Fuglesteg. (Heilo 1995). |
Langleik (Bilder von einem Musikantentreffen.)
Langeleik
(... im norwegischen DigitaltMuseum; bitte geben Sie im Suchfeld søk=langeleik ein.)
Langeleik
(... im Musikmuseet Stockholm; bitte geben Sie im Suchfeld Sök Instrument=langeleik ein.)
Die Langspil ist eine Streichzither.
... in Dänemark/Norwegen
In der Einleitung zu seiner 1623 publizierten Sammlung von Psalmen empfiehlt Anders Christensen Arrebo den Gesang mit Krogharper, Hakkebretter og Langspil zu begleiten.
... in Island
Die Langspil wird seit dem 18. Jahrhundert auf Island gespielt. Sie hat eine Melodiesaite und zwei bis fünf Bordunsaiten. Die Saiten werden mit einem Bogen gestrichen. Der Daumennagel der linken Hand greift die Melodie ab.

Langspil aus der Werkstatt von Jon Sigurdsson; Bogen von Christophe Toussaint
... in Schleswig-Holstein
Eine Stuckfigur von ca. 1720 im Plafond der Halle von Gut Damp an der Ostsee spielt eine Langspil.
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Ari Sæmundsen: Leiðarvísir til að spila á langspil og til að læra Sálmalög eptir nótum, og Nótur með Bökstöfum til allra sálmalaga...(1855).
Langspil and Icelandic fidla (... werden gebaut von Jon Sigurdsson.)
Langspil (... im Musikmuseet Stockholm.)
Die Jousisitra ist eine Streichzither aus Finnland. Sie hat eine Melodiesaite über 14 Bünden aus Holz und eine Bordunsaite. Die Drahtsaiten werden mit einem Bogen gestrichen. Das Instrument wird aus einem Stück Holz (Erle) geschnitzt und hat eine Länge von ca. 74 cm.
Jousisitra (... im Suomen kansallismuseo.)
Die Scherrzither (Kratzzither) stammt aus dem Alpenraum.
... im Allgäu
Die Scherrzither aus dem Allgäu hat zwei Melodiesaiten und eine Bordunsaite. Diese werden mit einem Plektrum gespielt. Es werden auch Akkorde gegriffen.
... in Südtirol
Eine Kratzzither von 1675 aus Südtirol ist bekannt.

2 Scherrzithern
Fraunhofer Saitenmusik: No. 3.
Richard Kurländer (Harfe, Appenzeller Hackbrett, Gitarre), Heidi Zink (Hackbrett, Querflöte, Gitarre, Scherrzither), Gerhard Zink (Kontrabaß), Jochen Schlemmermeyer (Scherrzither). (Trikont, 1987). (Es erklingen zwei Kompositionen für Scherrzither-Duo von Max Schraudolf)
Kratzzither (Reproduktion einer Kratzzither in Leipzig.)
Scherrzither (Bilder und Klangbeispiele von einem Musikantentreffen.)
Aus dem Simmental (Schweiz) ist ein Häxeschyt (Häxeschit) von 1798 erhalten. Es ist aus einem 78,8 cm langen Stück Holz geschnitzt, hat keinen Boden und 11 Holzwirbel.
Lorenz Mühlemann: Die Zither in der Schweiz.
Von den Anfängen bis zur Gegenwart. (Zytglogge 1999).
Hiesix (Auf den Instrumentenseiten dieser Gruppe ist das Häxeschyt abgebildet.)
Das Raffele aus Südtirol wurde früher mit zwei Melodie- und mehreren Bordunsaiten gebaut, heute meistens mit drei Melodiesaiten. Es wird mit einem Plektrum geschlagen.
opas diandl: bachblüten und pestizide.
Veronika Egger (Stimme, Geige, Viola da Gamba), Markus Prieth (Stimme, Raffele, Okarina, Singende Säge, Ukelele), Daniel Faranna (Stimme, Kontrabaß, Ukelele), Thomas Lamprecht (Stimme, Gitarre, Oud, Bendir), Jan Langer (Percussion), Andreas Psenner (Klarinette). (raccanto, 2009).
Die ungarische Citera gibt es in drei verschiedenen Bauformen. Den langen, schmalen Scheitholt-Typ (vályúcitera), der aus einem Stück Holz geschnitzt wurde; die Pferde-Kopf-Citera (kisfejes citera), das ist der bekannteste Bautyp; ferner die ausgebauchte Citera (hasas citera).
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Tibor
Gáts: Die ungarische Zither.
Eine
Einführung in die Spieltechnik mit Noten- und
Tabulatur-Beispielen und Audio-CD. (Budapest 2005). (Link
auf die PDF-Datei).
Tibor
Gáts: The basics of playing the zither.
Begleit-CD
zum Buch: Die ungarische Zither. Eine Einführung in die
Spieltechnik... (mit vielen Übungsstücken, auf der Citera
gespielt).
(Budapest, 2006).
René
Zosso: Florilège de la vielle à roue.
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traditionelle und moderne Musikstücke, gesungen und gespielt von
René Zosso (chant, vielle à roue) und Anne Osnowycz
(chant, citera).
(harmonia mundi, 1978/1992).
Muzsikás:
Nem Úgy Van Most, Mint Volt Régen.
Márta
Sebestyen (voice, shepherds flute), Sándor Csoóri
(voice, viola, koboz, hurdy-gurdy, bagpipe), Péter Eri (voice,
cello, double bass, tambura, viola, blues harp), Dániel Hamar
(double bass), Mihály Sipos (violin), Antal Rácz
(citera),
Levente Szörényi (bass guitar, drum, voice). (Hungaroton
1982/1993).
Die ungarische Zither (Zitherbauer und Meister der Volkskunst Tibor Gáts stellt sich und seine Werkstatt vor.)
citera.hu (Ein Citera-Ensemble aus Ungarn.)
citera (... im Museum.)
Die bordunske citre ist eine ausgebauchte Bordunzither.
... in Slowenien
In Slowenien wird die bordunske citre (vrkovnce, plece, pile, drskalce, drsovnca) gespielt.
... in Kroatien
Auch in Kroatien, in der Region Podravine, ist die bordunske citre bekannt.
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Trutamora Slovenica: Zvočnost Slovenske Duše / The sound image of slovenian soul. Im "ensemble for the revival of Slovene folk musical heritage based on archival sources" spielt Mira Omerzel-Mirit neben vielen anderen traditionellen Instrumenten die bordunske citre/vrkovnce. (Radio Slovenija, 2002/2004, 2CD). |
Trutamora Slovenica (Auf den Bildern dieser slowenischen Musikgruppe ist eine bordunske citre zu sehen.)
Die rumänische Ţiteră (gesprochen: zitera) wird in Avram Iancu (Munţii Apuseni) und in Band (bei Târgu Mureş) gespielt. Das Instrument wird aus Tannenholz gefertigt.
Der Lehrer Nicolae Coroiu aus Avram Iancu erzählt im Jahre 2008:
[ ] În copilăria mea, aproape fiecare casă avea câte o Ţiteră, aproape în fiecare casă era cineva care avea auz muzical si învăţa la acest instrument. [ ]
(In meiner Kindheit war in jedem Haus eine Ţiteră, nahezu in jedem Haus war jemand der mit diesem Instrument Musik machte.)
Ţiteră (Das Museum in Reghin besitzt zwei Ţiteră aus Mureş.)
Bordunzithern der deutschen Einwanderer in Pennsylvania (USA) sind noch erhalten, darunter eine aus dem Jahre 1788. Einige Instrumente sind für das Spiel mit dem Plektrum, andere für das Spiel mit dem Bogen gebaut.
Henry C. Mercer: The Zithers of the Pennsylvania Germans.
Doylestown Meeting, 1923, Seiten 482-497.
Zither aus Pennsylvania (... von 1788. Colonial Williamsburg Foundation.)
Der Plucked Dulcimer, Mountain Dulcimer oder Appalachian Dulcimer stammt aus den südlichen Appalachen (USA).

Appalachian Dulcimer und eine Épinette des Vosges
Der Appalachian Dulcimer hat in der Regel 3 Saiten, die erste Saite ist manchmal eine Doppelsaite. Bei den neueren Instrumenten sind alle Saiten mit Bünden unterlegt, so daß man auch Akkorde greifen kann. Er läßt sich in begrenztem Umfang auf andere Tonarten und Modi umstimmen.
Der mixolydische Modus ist die Grundstimmung für viele Appalachian Dulcimer. Dieser Modus beginnt auf dem 0. Bund. Die Stimmung der offenen Saiten ist:
D 3. Saite = Bordun |

Die Tonart G-Dur beginnt auf dem 3. Bund. Ausgehend von der Grundstimmung wird die 2. Saite um einen Ganzton heruntergestimmt. Die Stimmung der offenen Saiten ist nun:
D 3. Saite = Bordun |

Die Tonart d-moll beginnt auf dem 1. Bund. Ausgehend von der Grundstimmung wird die 1. Saite um einen Ganzton heruntergestimmt. Die Stimmung der offenen Saiten ist nun:
D 3. Saite = Bordun |

In den südlichen Appalachen ist der Modus "Mountain Minor" gebräuchlich. Das ist der dorische Modus. Er beginnt auf dem 4. Bund. Ausgehend von der Grundstimmung werden die 1. und die 2. Saite um einen Ganzton heruntergestimmt. Die Stimmung der offenen Saiten ist nun:
D 3. Saite = Bordun |

Manche neu gebauten Appalachian Dulcimer besitzen einen zusätzlichen Bund (6 1/2) und erweitern damit die Spielmöglichkeiten. Die Tonart D-Dur beginnt auf dem 0. Bund. Die Grundstimmung des Appalachian Dulcimer ist:
D 3. Saite = Bordun |

... in Virginia
Aus dem Jahre 1832 existiert noch ein Appalachian Dulcimer aus Virginia in der typischen Schiffsbauform.

Virginia Style Dulcimer
... in Kentucky
Die heute bekannte Sanduhrform wurde um ca. 1870 in Kentucky entwickelt.

Appalachian Dulcimer
Ralph Lee Smith und Madeline MacNeil: Folk Songs of Old Kentucky.
Two Song Catchers in the Kentucky Mountains, 1914 and 1916, with Arrangements for Appalachian Dulcimer. Mel Bay Publications 2003.
Ralph Lee Smith und Madeline MacNeil: Songs and Tunes of the Wilderness Road.
Arrangements for Appalachian Dulcimer. Mel Bay Publications 1999.
Ralph Lee Smith: Appalachian Dulcimer Traditions.
The Scarecrow Press 1997/2002.
Jean Ritchie: Jean Ritchie's Dulcimer People.
enthält u.a. Beiträge von Holly Tannen: Playing the Dulcimer with other Instruments und Hank Levin: How to make an Appalachian Dulcimer. Oak Publications 1975.
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Claus-Jürgen
Fischer: Musik für Einsteiger. |
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Michel
Legoubé: Dulcimer et chansons francaise. |
Jack Wright: Ear Tickling Music.
An Interview with I.D. Stamper. Mountain Review, Vol.3, No.4, February 1978, Seiten 14-16.
Neal Hellman: Oktober County.
Contemporary, ancient and traditional instrumental music mit Neal Hellman (dulcimer). Seine Freunde spielen (guitar, harp, hammered dulcimer, english horn, fiddle u.a.) (Gourd Music, 1988.)
Neal Hellman & Friends: Autumn in the Valley.
Traditional and contemporary instrumental music from both sides of the Atlantic mit Neal Hellman (dulcimer). Seine Freunde spielen (guitar, harp, banjo, mandolin, hammered dulcimer, oboe, flute, violin u.a.) (Gourd Music, 1993.)
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Neal Hellman & Friends: Emma's Waltz. Traditional and contemporary instrumental music mit Neal Hellman (dulcimer). Seine Freunde spielen (guitar, harp, hammered dulcimer, oboe, flute, violin, button accordion, nyckelharpa, small pipes, autoharp, mandolin u.a.) (Gourd Music, 2007.) |
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Kevin Roth: The mountain dulcimer instrumental album. With Kevin Roth on the dulcimer. (Smithsonian Folkways Recordings 1977/2007.) |
Kevin Roth: The first few words.
Mountain dulcimer instrumental album 2. Kevin Roth dulcimer. (Smithsonian Folkways Recordings 1978/2007.)
Mimi & Richard Fariña: The Complete Vanguard Recordings.
Richard Fariña (dulcimer, vocal),
Mimi Fariña (guitar, vocal, autoharp), u.a. (Vanguard 1965/1968; 2001, 3CD.)
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Bonnie Russel and the Russel Family: Mountain Dulcimer - Galax Style. Bonnie Russel (dulcimer), Roscoe Russel (baritone ukulele, dulcimer), Roy Russel (guitar). (County Records, 1972) |
Blanche
Fleur: musique ancienne.
Michel
Legoube (dulcimer),
Didier Large (guitare), Dominique Regef (rebec, vielle à roue,
métallophone), Schemsdin Saraoui (percussions), Yvon Guilcher
(flûtes à bec), Alan Cloatre (flûte traversière,
chalemies, musette de cour).
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John
Molineux: Douce Amère - Bitter Sweet. |
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Selune:
Le Manuscrit de Bayeux. |
Ansgars Dulcimerseite (... von Ansgar Halfkann)
Anmerkungen
zum Dulcimer (... gibt es von Helmut J. Seibert.)
Roots
of the Appalachian Dulcimer (...von Keith Young.)
A
history of the Mountain Dulcimer (...von Lucy M. Long.)
Die Tennessee Music Box ist eine rechteckige Griffbrettzither aus Tennessee (USA). Die ältesten Instrumente lassen sich um das Jahr 1870 datieren. Manche Spieler haben die Melodiesaiten mit einem Glasröhrchen abgegriffen.
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David Schnaufer with Stephen Seifert: Delcimore Revisited. David Schnaufer (Tennessee Music Box, Dulcimer), Stephen Seifert (Dulcimer), u.a. (Collecting Dust Recordings 1996-1999; 2008) |
Tennessee Music Box (History, Mystery and Revival von Sandy Conatser und David Schnaufer.)
Der Musikbogen besteht aus einer Saite, die über einem biegsamen Rundstab gespannt ist. Mit einem Stäbchen schlägt man auf die Saite und erzeugt einen Bordunton. Der Ton wird von einem Resonator (Mundhöhle, Kalebasse) verstärkt.
Es lassen sich verschiedene Musikbogentypen unterscheiden:
... in Ostafrika
Die Bantustämme im Südosten Afrikas kennen verschiedene Varianten des Musikbogens.
Der ca. 2,36m lange Musikbogen der Sukuma in Ostafrika hat am oberen Ende einen zusätzlichen kleinen Resonanzkörper.
... in Westafrika
In Obervolta, Norddahomay und Ghana werden Klappern am Holz des Musikbogens befestigt.
Peter Kolb beschreibt in einem Reisebericht aus dem Jahre 1719 den Musikbogen der Khoi-Khoi in Angola:
[ ] Diese Gom-Gom ist ein runder Bogen von dichten zähen Holze, als Oliven, oder Eisen-Holz gemachet. [ ] Wenn sie eine vollstimmige GomGom machen und haben wollen, wie man sie denn auch einfach, schlecht und nur auf die izt beschriebene Weise hat: so stecken sie an dem andern Ende, ehe die Saite an dem Bogen fest angespannet und gebunden wird, eine entzwei-gesägte [ ] Klapper- oder Cocos-Nuß-Schale, welche gleichsam den Resonanz geben muß. [ ] so klinget das Instrument nicht nur viel heller, als es ohne dieselbe thun würde; sondern sie können auch das hinter sich und vor sich Bewegen der gedachten Cocos Nuß-Schale, alle Thone verstellen, die man auf einem anderen also simplen Instrument solte prakticiren können. [ ]
Henrique Augusto Dias de Carvalho beschreibt in einem Reisebericht aus dem Jahre 1890 einen Kalebassenbogen aus Angola, den er Rucumbo nennt.
In der Provinz Muxiku in Angola kennt man den Kalebassenbogen mit einem zusätzlichen Steg aus geschnitztem Holz.
... in Brasilien
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In Brasilien gibt es seit dem 19.Jh. das Berimbau (berimbau de barriga), einen Kalebassenbogen. Es ist das führende Musikinstrument beim Capoeira. Der Spieler hält in der rechten Hand außer dem Schlagstäbchen noch eine Rassel. Die linke Hand hält das Instrument und einen Stein oder ein Geldstück, um die Saite zu verkürzen. |
Gerhard Kubik: Das Khoisan-Erbe im Süden von Angola.
Bewegungsformen, Bogenharmonik und tonale Ordnung in der Musik der !Kung' und benachbarter Bantu-Populationen. (In: Erich Stockmann (Hrsg.): Musikkulturen in Afrika. Berlin 1987. Seiten 82-196.)
Hans Hickmann: Musikbogen.
(In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Bd. 9, 1961. Spalten 1078-1080.)
Filarfolket: Vintervals.
2 von 19 Musikstücken mit Tina Johansson (berimbau). (Rescd 504, 1980-1990.)
Il Berimbau (... von Peppe Consolmagno; über verschiedene Typen des Musikbogens; in ital. Sprache; mit vielen Bildbeispielen.)
Berimbau (... von Richard P. Graham and N. Scott Robinson. Mit Bibliography, Discography, Videography.)
Bei der Stabzither sind die Saiten über einem geraden Rundstab gespannt.
... in Indien
Die Magadi Vina ist eine Stabzither aus Indien. Der Stab besteht aus Bambus. Das Instrument hat Bünde in diatonischer Anordnung. Ferner eine Melodie- und zwei Bordunsaiten. Vor dem Steg befindet sich ein Schalloch.
Seit dem 11.Jh ist die nordindische Rudra Vina (Rudra Veena, Been, Bin) belegt. Sie hat zur Klangverstärkung zwei Kürbisse als Resonatoren angehängt. Sie hat 4 Melodie- und 3 Bordunsaiten. Die Bünde sind chromatisch angeordnet. Der Steg ist kastenförmig. Das Instrument wird über die linke Schulter gelegt.
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... in Afrika
Die zenze (nzenze, zeze) ist eine Stabzither aus dem Osten Zentralafrikas. Das Instrument hat zwei Melodiesaiten, die über 3 Bünde laufen und eine Bordunsaite. Eine halbe Kalebasse verstärkt den Klang.
Veena (History and Ancient glory of the instrument.)
Das Kŏmun'go (Geomun'go, hyŏnhakkum) ist eine 6-saitige Wölbbrettzither aus Korea. Die Saiten sind aus gedrehter Seide. Die drei mittleren Saiten (davon 2 Melodiesaiten) laufen über 16 Bünde, drei Begleitsaiten über bewegliche Stege. Die rechte Hand schlägt die Saiten mit einem kurzen Bambusstab. Die Instrumente sind ca. 160-170 cm lang.
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Eine Wandmalerei aus dem 6. Jahrhundert in der südlichen Mandschurei, die zu dieser Zeit ein Teil des koreanischen Königreiches Goguryeo war, zeigt eine Wölbbrettzither mit Bünden in der noch heute in Korea gebräuchlichen Form und Spielweise. |
In einer Handschrift aus dem Jahre 1145 wird sie Schwarzer-Kranich-Zither (hyŏnhakkum) genannt. Ein Musiktraktat (Akhak kwebŏm) aus dem Jahre 1493 beschreibt das Kŏmun'go ausführlich.
Eine kürzere Bauform ist in der Volksmusik gebräuchlich.

Kŏmun'go
Song Bang-song: The Etymology of the Korean Six-stringed Zither, Kŏmun'go: A Critical Review.
(Korea Journal Vol.15, No.10, 1975, S. 18-23)
Lee Hye-ku, Martina Deuchler: Koreanische Musik.
(in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Bd. 16, 1979, Spalten 1029-1040; Beschreibung des Kŏmun'go in Spalte 1038, Abb. auf Tafel 60.)
Das Sangenkin (San-gen-kin) ist eine Halbröhrenzither aus Japan. Es wird aus einem aufgeschnittenen Bambusrohr oder aus Holz gefertigt. Es hat Griffmarken, die unter der Melodiesaite eingesetzt sind und 2 Begleitsaiten. Das Instrument ist ca. 100 cm lang.
Sangenkin (... im Kunitachi College of Music.)
Das Tastenmonochord ist eine Brettzither mit einer Tastenmechanik. Am hinteren Ende jeder Taste steckt ein Metallplättchen (Tangente). Dieses drückt von unten an die Doppelsaite. Das linke Ende der Doppelsaite ist dann abgedämpft, während das rechte Ende schwingt, bis die Taste losgelassen wird.

Tastenmonochord nach Nelly van Ree Bernard - von Jack Peters gebaut
Die Künstlerin Nelly van Ree Bernard entwarf ein Tastenmonochord nach spätmittelalterlichen Vorlagen und fügte noch Bordunsaiten hinzu. Die Bordunsaiten können gezupft werden. Das Instrument ist gebunden, da alle Tasten dieselbe Doppelsaite nutzen.
Conrad von Zabern: De formatione monochordi.
(in: Novellus musicae artis tractatus pro renovando monochordi usu compilatus...; ca. 1462.)
Karl-Werner Gümpel: Das Tastenmonochord Conrads von Zabern.
(in: Archiv für Musikwissenschaft, 1955, Bd. 12, Heft 2, Seiten 143-166.)
Nelly van Ree Bernard: The Keyed Monochord - rediscovery of a forgotten Instrument.
(Het Duintje, 1993.)
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Nelly van Ree Bernard: Rediscovery of the Keyed Monochord - Medieval Melodies and Sephardic Songs. |
The Clavichord (Die Arbeit von Jennie Pingree über die Geschichte von Monochord, Tastenmonochord und Clavichord enthält Abbildungen und ein Literaturverzeichnis.)
Tastenzithern sind Griffbrettzithern mit einer Tastenmechanik. Die linke Hand drückt mit den Tasten der Metallhebel die Saiten neben die Bünde auf das Griffbrett. Die rechte Hand schlägt die Saiten mit einem Plektrum.
Die Tastenzither Taishokoto wurde ca. 1918 in Japan erfunden. ... in Japan
In Balochistan wurde daraus das Benju entwickelt, mit einer ähnlichen Mechanik, aber einem größeren Tonumfang. ... in Balochistan
... in Indien
Das Bulbul Tarang (Bulbul Tara) stammt aus Indien. Die Anzahl der Melodie- und der Bordunsaiten variiert.

Bulbul Tarang
Abdulrahman Surizehi: Love Songs and Trance Music from Balochistan.
Abdulrahman Surizehi (benju), Ostad Mohammad Bachal L. Baloch (dohkor), Maula Bakhsh Noori (tamburag). (Etnisk Musikklubb, 2006).
Autor: Rainer Guthke.
Ich spiele verschiedene Bordunzithern in der Gruppe